Mittwoch, 19. Mai 2010

Kleine Schiffe, kleine Erfolge

Auch wenn wir für unseren ersten Tag einen relativ guten Erfolg verbucht hatten, so wurde uns am nächsten Morgen klar: Solitude ist schön und gut, aber so war es doch eher Glück, dass wir der Kavallerie ohne Kampf entkommen sind. Nichts gegen einen ehrenvollen Kampf. Nur denke ich sollte man sein Schiff nicht im Tagesrhythmus wechseln müssen - mal davon abgesehen das meine Kontakte mir nicht ewig ISK zuspielen können um mein Leben in voller Freiheit zu finanzieren.

Am Frühstückstisch mit Kiddy war die Stimmung doch eher verhalten. Mag es daran liegen, dass Kiddy es für nötig hielt mich mit einen Eimer Wasser zu wecken, es noch so früh war, dass in der Cafeteria keine andere Menschenseele außer uns saß, oder weil wir uns entschieden haben Solitude wieder zu verlassen. Wie auch immer. So flogen wir schweren Herzens im Morgengrauen ab. Unser Problem war, wir mussten einige LowSecs passieren, welche die Miner als ihr Eigentum ansahen und dieses auch dementsprechend verteidigen. Hineingekommen sind wir als Neuts ohne Problem. Aber nun, nachdem wir uns einen nicht vorteilhaften Namen gemacht haben war das Rauskommen doch etwas schwieriger. Die frühe Morgenstunde sollte aber unser Vorteil sein und so konnten die vereinzelten Schiffe, welche ihre Patrouille flogen, uns nicht daran hindern ihre Sackgasse zu verlassen.

Unser Ziel hieß Shirshocin, ein 0.3 Knotenpunkt zwischen Solitude, Genesis und Aridia. Eine nette Station um sich an unachtsame Transporter und Händler zu vergehen. Doch nach mehreren Stunden in diesen etwas kargen System wurde uns klar, dass wir hier nicht unser Glück finden werden. Entweder begegneten wir größere Flotten, welche nach würdigen Gegner suchten, oder Transporter mit einer Escorte deren Drohnen alleine schon ein harter Gegner für uns wäre. Und so zogen wir weiter Richtung Empire, in der Hoffnung unerfahrene Miner um ihr hab und Gut zu bringen.

Und so fanden wir neue "Freunde" in Malma (0.5, Genesis). Obwohl sie so nah am LowSec wohnen hatten unsere Freunde von Gun Metal Gankers wohl noch nie die Gelegenheit Piraten mit ihren eigenen Augen zu sehen und so gelang es uns eine Can nach der Anderen von unseren Freunden mitzunehmen. Nach kurzer Zeit sah es dann so aus, dass, nachdem wir die Can hatten, Kiddy im Belt blieb und ich mit meiner neue gekauften Badger die für uns "bereitgestellten" Erze einsammelte.

Dann, als ich gerade wieder mit meiner Badger abdocken wollte um die letzte Ladung Erze mitzunehmen hörte ich Kiddys energische Stimme durch mein NeoCom: "Werde angegriffen, anscheinend wollen sie doch nicht mehr unsere Freunde sein!". Ab jetzt ging alles instinktiv. Ich verlass die Badger in unter einer Sekunde, rannte quer über das Landedeck 6G zu meiner Kestrel und hätte beim Abdocken fast eine Dominix, welche sich im Landeanflug befand, gerammt. "Immer dies langsamen BS, so was fliege ich niemals!". Im Belt angekommen war der Kampf schon im vollem Gange. Tatsächlich hatte sich ein Zerstörer, der sich anfangs das bunte Treiben nur angeschaut hatte, sich doch noch entschieden anzugreifen. Dafür das Kiddy nur ein Heron hatte, hielt sie sich recht gut. Nachdem die 3. Salve meiner Thorn Raketen im Ziel einschlugen gab es eine mächtige Explosion und der anfangs ach so mutige Pilot versuchte so schnell es ging seine Kapsel aus dem Wrack seines alten Schiffes in den Warp zu bekommen.

Und so stand es 1:0 für BadAss Inc. .

Und wie die Explosion in den Weiten des Alls verblasste, kam mein Verstand wieder zu sich. Ich lies einen Schrei raus. Erst jetzt merkte ich, dass ich beim Einsteigen wohl nicht nur die Donuts, sondern auch das komplette Bier quer durchs Schiff verteilt hatte. Eine Riesensauerei und ein riesen Verlust. Hätte ich alle Cans mit den Erzen in dem Kampf verloren, okay. Aber Bier und Donuts? Das wäre wie wenn man eine Thanatos gegen ein Rookieship verlieren wurde. Ein absolutes NoGo!

Um so schlimmer, dass in diesen Moment sich noch mein NeCom meldete. Eine sehr junge Frau wollte uns nachher auf einer sicheren Frequenz sprechen. Das überraschte mich, wenn ich ehrlich sein sollte. Noch überraschender war der Name dieser Dame, The Domina. Später als wir uns in aller Ruhe aussprachen wurde mir klar, wieso sie so hieß: der Name war Programm. Und so hatten wir nach einem langen Gespräch die 3. Frau im Club der Chaosstifter.

Mit ihr hatten wir nicht nur Verstärkung, sondern auch ein neues, noch lukrativeres Gebiet: 'Arnon/Laurvier und die lustigen Gnome in Sinq Laison'. ... Doch das ist eine andere Geschichte.

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